Was tun bei einem Bandscheibenvorfall?
Die passende Behandlungsmethode
Bandscheibenvorfälle, die nicht zu einer Lähmung oder zu einem so genannten Kaudasyndrom geführt haben, können ohne Operation behandelt werden. Häufig bilden sich die Symptome mit konservativen Therapiemethoden – wie Krankengymnastik, Wärme-, Entlastungs- und/oder medikamentöser Schmerztherapie – wieder zurück.
Bei fortdauernden Symptomen oder zunehmender Lähmung kann ein chirurgischer Eingriff notwendig werden. Dafür gibt es insbesondere die folgenden Methoden:
Die klassische (offene) Operationsmethode
Diese konventionelle Methode wird heute meist nur noch bei jenen Bandscheibenvorfällen angewendet, die einen möglichst breiten Zugang zum Operationsgebiet erfordern. Dabei steht der Patient unter Vollnarkose. Der Chirurg macht einen drei bis sieben Zentimeter langen Schnitt, löst die Muskulatur, schiebt Bindegewebe beiseite und entfernt Knochenmaterial, ehe er das störende Gewebe beseitigen kann. Der Nachteil: Folgebeschwerden, wie eingeschränkte Beweglichkeit, Nerven- und Gefäßverletzungen sind keine Seltenheit.
Die mikrochirurgische Operationsmethode
Bei Vollnarkose des Patienten legt der Arzt die eingeengte Nervenwurzel frei, entfernt ausgetretene Gallertmasse und verschlissene Bandscheibenanteile. Der Vorteil: Eine höhere Präzision als bei der klassischen Operation ist möglich.

Die endoskopische Operationsmethode
Moderne Operationsverfahren lösen klassische offene Eingriffe mehr und mehr ab. Dazu gehört auch die so genannte minimal-invasive Chirurgie bei Bandscheiben-operationen, bei der die Operateure mit Hilfe technisch ausgefeilter Instrumente und Geräte quasi durch eine Art „Schlüsselloch“ arbeiten und gar kein Skalpell mehr benötigen. Diese endoskopische Technik ermöglicht besonders schonende Bandscheibenoperationen. Der übliche fünf bis zehn Zentimeter lange Schnitt am Rücken entfällt dabei, stattdessen nimmt der operierende Arzt den Eingriff über einen kleinen fingernagelgroßen Ein-schnitt vor.
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